Schon
von weitem kann der Besucher und Kirchenliebhaber den Turm
der Mellentiner Kirche entdecken. Umgeben aus einer Mauer
aus Findlingen befindet sich die 1336 urkundlich erstmals
erwähnte, aber wahrscheinlich 1319 errichtete Kirche.
Der älteste Teil des Gotteshauses, der frühgotische Chor
mit dem Kreuzrippengewölbe und Sakristei, wurde mit Hilfe
von Feldsteinen errichtet und gehörte damals zu einer quadratischen
Kapelle. Die auffallend hohen Fenster wurden 1880 bei Umbauten
in die im 16. Jhd. um das Kirchenschiff erweiterte Kapelle
eingesetzt. Die dabei verwendeten Backsteine tragen noch heute
die Brennzeichen der Bauern. Erst 1755 konnte auch
der Turm fertiggestellt werden, es wurden die Haube und der
Helm aufgesetzt. In der heutigen Form ist der Turm erst seit
1904 zu sehen. Sehenswert ist in der Mellentiner Kirche der
Innenraum.
1930/1931 konnte bei Restaurationsarbeiten das Kreuzrippengewölbe
der ursprünglichen Kapelle freigelegt werden. Sehr sehenswerte
Wandbilder befinden sich im Ost- und Westfeld des Innenraums,
hier sind im 14. und 15. Jhd. alt- und neutestamentarische
Motive verarbeitet worden. Zur Ausstattung des Innenraums
gehören weiterhin die Orgel aus dem Jahre 1880, aus der Mitte
des 18. Jhd. die Empore und der Altar, aus dem 17. Jhd. die
Kanzel und aus dem 16. Jhd. das Kruzifix. Sehenswert ist zudem
die Grabplatte vom Ritter Rüdiger und seiner Frau
an der Südwand der Mellentiner Kirche.
Erstaunlich ist, dass in dem lutherischen Gotteshaus
ein Beichtstuhl seinen Platz fand.