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Verschiedene Quellen deuten darauf hin, dass Usedom
schon im 10 Jhd. als slawische Walburgsiedlung
entstanden ist.
Im Jahre 1128 kam der Bischof Otto von Bamberg während
seiner zweiten Missionsreise nach Usedom, um die heidnischen
und ungläubigen Slawen von dem Christentum zu überzeugen
und sie somit in den Einfluss der Kirche und der christlichen
Herrscher zu bringen. 1140 als Bistum bestätigt, brannten
die Dänen die Burg während mehrerer Raubzüge 1164,
1166 und 1177 vollständig nieder. In der Folgezeit
residierte hier das pommersche Herzogshaus, vermehrt
verkehrten nun auch Adlige auf der Insel und in der
Stadt. Usedom wurde durch Christianisierung und Immigration
zu einer deutschen städtischen Anlage.
1298 wurde ihr das Stadtrecht verliehen, weitere bedeutende
Rechte wie Zollfreiheit in Pommern folgten. Eine noch
heute erhaltene Kirche, die Marienkirche,
entstand vermutlich erst 1375, nach einem schweren
Stadtbrand musste die bisherige Kirche neu aufgebaut
werden.
1476 wurde die Stadt mitsamt ihren Bauten Opfer einer
verheerenden Brandkatastrophe, fast alles brannte
nieder. Ihrer Kraft und seines Reichtums beraubt,
blieben viele Grundstücke verfallen, die Stadt konnte
nicht mehr mit den anliegenden Städten mithalten,
ihre Bedeutung verlor sich in der Folgezeit.
Auch in den folgenden Jahrhunderten schaffte die Stadt
keinen nennenswerten Wiederaufbau, ein Aufschwung
wurde immer wieder durch Brände, Kriege, Plünderungen
und den Aufstieg anderer Städte wie Swinemünde und
Wolgast gehemmt, wenn nicht gar verhindert.
Als Ende des 19. Jhd. der Bäderbetrieb anfing,
zu prosperieren, ging auch dieser Aufschwung ohne
Usedom vor sich. Das Tor des Südens fiel in einen
Dornröschenschlaf.
Die Landwirtschaft gewann immer mehr an Bedeutung,
eine Inselmühle, eine Molkerei sowie ein wenig Industrie
verhalfen der Stadt zu einem erträglichen Auskommen.
Der lukrative Tourismus bemächtigte sich nicht dieser
Stadt.
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