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Geschichte des Seebades Koserow |
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Der Name "Cuzerowe" ist erstmals 1347
schriftlich fixiert, über seine Herkunft
herrscht allerdings keine Klarheit. Vermutlich
ist der Ort noch älter – worauf die bereits
1230 erbaute Kirche schließen lässt.
Um 1618 lebten hier 16 Bauernfamilien. Die
einzige Kirche in der näheren Umgebung machte
Koserow zu einem geistigen und religiösen Mittelpunkt
für die anliegenden Orte. Um 1820 entstanden am
westlichen Strand erste Salzhütten, welche als Verschlusslager für das steuerfreie
Salz dienten.
Um 1900 gab es bereits
15 solcher Hütten, hier
wurden die gefangenen Heringe in Salzlake
verpackt um sie so haltbar zu machen.
Zum Badeort
entwickelte
sich Koserow ab 1846, als die ersten Gäste aus Stettin
und Anklam per Boot oder Pferdewagen kamen
und sich in den Häusern der Einwohner
einquartierten. Im
Jahr 1853 konnte die erste Badeanstalt
errichtet werden, welche jedoch nur vier Jahre
ihren Dienst tat,
bis
sie von einer Sturmflut hinweggespült wurde.
Bis
dahin waren es nur wenige Gäste, die den
Ort entdeckt hatten. Doch mit Fertigstellung der
Straße
1878 und der Bäderbahn 1911 musste der
interessierte Gast keine beschwerliche
Anreise mit Pferdefuhrwerken mehr in Kauf
nehmen, ein stetiger Anstieg der Bautätigkeit
und der Gästezahlen war die natürliche
Folge.
Vor dem Beginn des zweiten Weltkrieges steigerte
sich die Zahl der Besucher bis auf 10.000 per
anno. 1925 weihten die Koserower den Seesteg
ein, 1928 baute der Siemens Konzern ein
Erholungsheim und 1930 konnte ein
Seewasser-Warmbad eröffnet werden.
Nachdem die schreckliche Zeit des Weltkrieges
vorbei war, wurden noch Ende der vierziger Jahre
die ersten volkseigenen Heime in den Dienst
gestellt, schon
bald war der staatlich gelenkte Besucherstrom
auf das Vorkriegsniveau gestiegen, Enteignungen
im Rahmen der Aktion
Rose
ermöglichten die Eröffnung weiterer FDGB -
Heime.1956 entstand ein volkseigener
Campingplatz mit mehr als 2000 Plätzen, der FKK-Strand
lockte erste Anhänger der Freikörperkultur.
1990 gründeten die Koserower den ersten
Fremdenverkehrsverband der Insel Usedom, 1993
konnte die Seebrücke in ihrem jetzigen
Erscheinungsbild fertiggestellt werden.
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