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Bis ins 19. Jahrhundert war das Gebiet um das heutige
Karlshagen eine der dünn besiedeltesten Regionen der Insel
Usedom. Das änderte sich, als am 6.Juli 1829 im Swinemünder Amtsblatt
29 Parzellen im Norden von
Trassenheide ausgeschrieben wurden. Der Ort
wurde angelegt, um als landwirtschaftliche
Kolonie die Bewirtschaftung der Wald- und Wiesenflächen
und den Fischfang voranzutreiben.
Seit 1837
leiht sich Karlshagen seinen Namen von
Karl Triest –
dem Initiator der Ortsgründung. Im Jahr 1869 zählte
das Dorf bereits 600 Seelen.
Nach 1885 kam man zu bescheidenen Erfolgen als Seebad.
Diese Entwicklung wurde zwischen 1936 und 1945
unterbrochen, weil das NS-Regime den Norden der Insel
in ein Militärgebiet verwandelte. Wernher von Braun
befand das Gelände als für Raketenversuche bestens
geeignet. In dieser Zeit wurde auch der Hafen von
Karlshagen zum Militärhafen umgebaut.
Der Tourismus in Karlshagen und den umliegenden Orten
kam völlig zum Erliegen. Am Ortsausgang baute man für
die Wissenschaftler und Mitarbeiter der
Heeresversuchsanstalt Wohnungen, die allerdings bei
Luftangriffen 1943 und 1944 von den Alliierten vollständig
zerstört wurden. An jene folgenschwere Nächte
erinnern der Kriegsopferfriedhof, die Mahn-
und Gedenkstätte und die große
Mosaikwand von Klaus Rößler.
Zunächst entstand in der Anfangszeit der DDR – an
gleicher Stelle wie zuvor – eine Wohnsiedlung für
die NVA. Erst ab 1949 konnte sich wieder eine Nutzung
als Erholungsgebiet etablieren, der Hafen wurde fortan
wieder von Fischern genutzt.
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